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Servervorbereitung

Vor der Installation von ClusterCockpit sollten die beteiligten Systeme vorbereitet und die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen werden.
Im Folgenden sind die Rollen der Systeme sowie empfohlene Hardware- und Storage-Parameter beschrieben.


Zielsysteme und Rollen

Es werden folgende Systeme benötigt:

  • Monitoring-Server
    (Dedizierte Maschine, auf der cc-backend läuft)
  • Compute-Knoten
    (Auf diesen werden cc-metric-collector und LIKWID installiert)
  • SLURM-Managementknoten
    (Hier wird später der cc-slurm-adapter installiert)

Monitoring-Server – Hardware und Storage

  • CPU: Mindestens 8 Kerne
  • RAM: Mindestens 32 GB
  • Speicher: Mindestens 500 GB, empfohlen als Btrfs-Volume auf eigener Partition.

Empfohlene Einrichtung der Btrfs-Partition

Beispiel für das Anlegen und Einbinden eines Btrfs-Dateisystems:

# Neues Btrfs-Volume erstellen (hier /dev/vg_opt/lv_opt_btrfs als Beispiel)
mkfs.btrfs -L opt-btrfs /dev/vg_opt/lv_opt_btrfs

# Einbinden in /etc/fstab:
LABEL=opt-btrfs  /opt  btrfs  rw,noatime,compress=zstd:8,autodefrag  0 0

Wichtige Hinweise:

  • Die Partition sollte ausreichend groß dimensioniert werden (siehe unten).
  • Für die Datenbank, das Job-Archive und die Metric-Store-Daten des Backends wird die Nutzung von btrfs ausdrücklich empfohlen, da die Performance mit ext4 im Praxistest deutlich schlechter war.
  • Btrfs sorgt für effiziente Speicherung und einfache Snapshots/Backups.

Abschätzung des Speicherbedarfs

  • Als grober Richtwert: Für einen Cluster mit ca. 400 Nodes / 20.000 Cores fallen für ein Sampling-Intervall von 60 Sekunden etwa 250 GB Metrikdaten pro Jahr an.
  • Inodes: Pro Job werden im Schnitt 4 Inodes benötigt (für Jobdaten, Metadaten, etc.). Wenn ein anderes Dateisystem als btrfs verwendet wird, muss die maximale Inode-Anzahl entsprechend großzügig dimensioniert werden.

Compute-Knoten – Voraussetzungen

  • go >1.24.3
  • Perl
  • Python 3

Netzwerk und Ports

  • Monitoring-Server:

  • Während der Installation ist das Web-Frontend standardmäßig über Port 8080 erreichbar.

  • Im Produktivbetrieb sollte das Web-Frontend auf Port 443 (HTTPS) laufen.
  • Port 443 muss für den SLURM-Managementknoten (cc-slurm-adapter) erreichbar sein.

  • cc-backend Write-API:

  • Läuft über denselben HTTPS-Endpunkt wie cc-backend, typischerweise Port 443.

  • Dieser Endpunkt muss für die Compute-Knoten erreichbar sein, falls das Routing über andere Systeme erfolgt, dann von diesen.
  • entsprechende Firewall-Regeln/Routing einrichten.

Mit diesen grundlegenden Vorbereitungen ist das System bereit für die Installation von ClusterCockpit.